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24. Juli 2026Wirtschaft

H&M verfehlt Markterwartungen mit stagnierendem Gewinn

H&M hat in den jüngsten Quartalszahlen die Markterwartungen verfehlt, was auf stagnierende Gewinne hinweist. Die Herausforderungen im Einzelhandel bleiben bestehen.

Von Janine Köhler24. Juli 2026, 03:232 Min Lesezeit

BONN, 24. Juli 2026Eigener Bericht

H&M steht derzeit vor der Herausforderung, dass die Gewinne stagnieren und die Markterwartungen nicht erfüllt werden. Diese Entwicklung ist umso bemerkenswerter, als die Modebranche in den letzten Jahren durch einen drastischen Wandel im Konsumverhalten und durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie unter Druck geraten ist.

Die Anfänge der Expansion

H&M wurde 1947 in Schweden gegründet und entwickelte sich rasch zu einem der führenden Einzelhändler für Mode. Durch die Einführung eines erfolgreichen Fast-Fashion-Modells gelang es dem Unternehmen, regelmäßig neue Kollektionen anzubieten und somit Kunden anzuziehen. In den 1990er Jahren begann H&M mit der internationalen Expansion und eröffnete zahlreiche Filialen in Europa und Nordamerika. Diese Wachstumsstrategie führte dazu, dass das Unternehmen bis 2015 zu den größten Playern der Branche zählte.

Der Wandel des Marktes

Ab etwa 2016 jedoch begannen sich die Marktbedingungen zu ändern. Der E-Commerce erlebte einen Aufschwung, und viele Verbraucher bevorzugten es, online einzukaufen. Unternehmen wie Zalando und ASOS gewannen rasch an Marktanteilen. H&M reagierte darauf, indem es seine Online-Präsenz stärkte, doch die Anpassung an die digitalisierte Welt erwies sich als komplex.

Auswirkungen der Pandemie

Die COVID-19-Pandemie stellte eine weitere dringende Herausforderung dar. Lockdowns und Schließungen von Geschäften führten dazu, dass viele Einzelhändler, H&M inklusive, umsatzschwache Quartale durchleben mussten. Obwohl H&M seine Online-Verkäufe in dieser Zeit steigern konnte, wurde klar, dass das Unternehmen Schwierigkeiten hatte, seine physischen Geschäfte rentabel zu halten. Die Kombination aus schwindendem Fußgängerverkehr in den Innenstädten und einem Überangebot an Waren führte dazu, dass die Lagerbestände anstiegen und schließlich Preisnachlässe zur Folge hatten.

Aktuelle Situation

Die jüngsten Daten zeigen nun, dass H&M im dritten Quartal 2023 die Markterwartungen nicht erfüllen konnte. Der stagnierende Gewinn gibt Anlass zur Besorgnis, da die Konkurrenz im Einzelhandel weiterhin stark ist und die Verbraucherpräferenzen sich im Fluss befinden. Analysten äußern Bedenken, dass H&M möglicherweise nicht in der Lage ist, sich ausreichend an die sich ändernden Marktbedingungen und die Anforderungen einer zunehmend umweltbewussten Klientel anzupassen.

Das Unternehmen hat zwar Pläne zur Umstellung auf nachhaltigere Materialien und Prozesse angekündigt, jedoch bleibt abzuwarten, ob diese Initiativen ausreichen, um das Vertrauen der Verbraucher zurückzugewinnen und die Verkaufszahlen zu steigern.

Fazit der Herausforderungen

Insgesamt zeigt die Situation von H&M die komplexen Herausforderungen, mit denen traditionelle Einzelhändler in einer sich schnell verändernden Landschaft konfrontiert sind. Die stagnierenden Gewinne könnten einen Wendepunkt für das Unternehmen darstellen, da es darum kämpft, seine Marktposition in einem zunehmend umkämpften Sektor zu behaupten.

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